Besonderheiten.
Das ZSRS wurde mit dem Anspruch gegründet, dem Sport und seinen Akteuren eine wertvolle alternative Anlaufstelle für eine effektive Konfliktlösung anzubieten. Zusammengefasst zeichnet es insbesondere Folgendes aus:
- Institutionalisierte echte Sportschiedsgerichtsbarkeit mit Schwerpunkt auf Integritätsverstößen (u. a. Doping, interpersonale Gewalt, Wettbewerbsmanipulation).
- Zentrale, auf Konfliktlösung im Sport spezialisierte Mediations- und Schlichtungsstelle.
- Effiziente, volladministrierte Verfahren mit Case Management durch Fachanwält:innen für Sportrecht.
- Auf typische Streitgegenstände maßgeschneiderte, fortlaufend aktualisierte Schiedsordnungen — „aus dem Sport, für den Sport".
- Geschlossene Liste gegenstandsbezogen akkreditierter, aus- und regelmäßig fortgebildeter Schiedsrichter:innen, Schiedsgutachter:innen und Schlichter:innen.
- Academy-Effekt: Qualität durch Aktualität, Information, Einbindung aller Stakeholder und permanenten Wissenstransfer.
Infrastruktur & Funktionsweise
Die gesamte Infrastruktur und Funktionsweise ist auf den Sport und seine Akteure zugeschnitten:
- eine gemeinnützige Gesellschaft mbH als Träger und flexible Organisationseinheit,
- eine Geschäftsstelle unter Führung und Qualitätskontrolle von Fachanwält:innen für Sportrecht,
- aktiv mitbestimmende Expertengremien (u. a. der Expertenrat) und Fachausschüsse (Safe Sport, Anti-Doping, Integritäts-Compliance),
- die gezielte Einbindung von Athlet:innen, Politik, Sportverbandswesen und Interessenvertretungen (z. B. Athleten Deutschland),
- die fortlaufende Rückkopplung von Geschäftsstelle, Gremien, Ausschüssen und Stakeholdern mit dem Stand der Schiedsordnungen,
- eine digitale Ausrichtung (Kommunikation, E-Akten, Vorlagenbibliotheken, Datenbanken, News-Service, Auswertungen),
- eine an die gesetzlichen Vorgaben angelehnte Kosten- und Gebührenstruktur zur bestmöglichen Einbindung von Rechtsschutzversicherern,
- ein auf die Belange des Sports ausgerichtetes Akkreditierungssystem.
Wirkung
Hierdurch …
- kann Effizienzschwächen der ZPO und Gerichtspraxis gezielt entgegengewirkt werden (z. B. Verständnis für Betroffene im Kontext Safe Sport, Tierwohl bei Streitigkeiten im Pferdesport).
- werden Knowhow „aus dem Sport" sowie Neuerungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung jederzeit effizient einbezogen — gerade in jungen Feldern wie Safe Sport und Integritäts-Compliance.
- können Zielvorgaben Dritter (z. B. zu Safe Sport) jederzeit flexibel durch Änderung der Schiedsordnungen abgebildet und durchgesetzt werden.
- wird sichergestellt, dass Entscheidungen und Vereinbarungen nur unter Beteiligung nachweislich qualifizierter Personen mit allseitiger Anerkennung zustande kommen.
